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Möchten Sie ein Pflegekind aufnehmen?
Wenn
Sie ein Pflegekind aufnehmen möchten, sollten Sie in erster Linie
Freude am Zusammenleben mit Kindern haben. Sie sollten tolerant
und offen sein und Belastungen aushalten können. Gelassenheit und
Humor helfen, den Alltag zu meistern. Gut ist es auch, wenn Sie sich
einem fremden Kind liebevoll zuwenden, gleichzeitig aber Grenzen
setzen und Grenzen akzeptieren können. Noch besser, wenn Sie
flexibel sind und sich zutrauen, auch mit unvorhergesehenen
Situationen umgehen zu können.
Die
Aufnahme eines Pflegekindes bringt Veränderungen mit sich. Das
ist manchmal unbequem, bietet aber auch die Chance, ganz neue
Seiten an sich zu entdecken. Deshalb müssen alle
Familienmitglieder mit der Aufnahme eines Pflegekindes einverstanden
sein.
Als
Pflegeeltern sollten Sie, wenn es die Vermittlungssituation erlaubt,
mit den Eltern Ihres Pflegekindes gut zusammenarbeiten. Denn dort
hat das Kind seine Wurzeln, die für sein weiteres Leben von
Bedeutung sind: Pflegekinder sind Kinder mit zwei Familien.
Sie müssen
keine Familie im herkömmlichen Sinne sein, um ein Kind zu betreuen
und zu erziehen. Auch Paare, Singles oder Lebensgemeinschaften sind
willkommen. Unabdingbar ist aber, dass Sie genügend Zeit und
Platz haben und dass Ihr jüngstes Kind älter als zwei Jahre ist.
Und für die Bereitschaftspflege und die zeitlich befristete
Vollzeitpflege gilt: Sie sind bereit, Ihre Berufstätigkeit eine Zeit
lang zurück zu stellen. Für den Unterhalt und die Erziehung eines
Pflegekindes erhalten Sie Geld. Sie dürfen aber nicht finanziell vom
Pflegegeld abhängig sein. |